War die Konmarie schon bei Ihnen?

Wenn Sie bei der Überschrift mit Fragezeichen in den Augen da sitzen, geht es Ihnen wie mir bis vor kurzem. Wer oder was ist Konmarie? Wir räumen heute auf – mit Konmarie oder Marie Kondo. Aufräumen nach Marie Kondo ist nämlich das, worum es geht. Die Dame mit diesem Namen steht für Aufräumen wie der Begriff „Tempo“ für das Taschentuch. Im englischen wurde ihr Nachname zum Verb – hier steht Kondo für „Schrank aufräumen“.

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Ordnung schaffen nach Konmarie steht für Loslassen und Emotionen. Belohnt wird das mit einem erleichterten Gefühl, wenn unnötiger Ballast keine Schubladen mehr blockiert oder den Schreibtisch füllt. Mit Konmarie kommt Ordnung und Umdenken ins Haus. Wir behalten, was uns gut tut und verabschieden uns von dem, was uns die klare Sicht darauf verwehrt. Wir sagen „ja“ und sortieren dabei fast nebenbei unser Hab und Gut. Nach dem japanischen Sprichtwort „Die Unordnung im Zimmer entspricht der Unorndung im Herzen“ ist Aufräumen durchaus eine Angelegenheit des Herzens. Also üben wir uns nicht in der Frage, was soll weg, sondern was liegt mir am Herzen und bleibt. Der Rest geht. Loslassen und Platz machen ist angesagt. Vielleicht trennen Sie sich auch von dem ein oderen anderen Möbelstück, um endlich Platz zu machen für das „Sahneteilchen“, um das Sie seit Jahren herumschleichen.

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Ordentlich aufgeräumt, gut sortiert. Alles, was wir suchen, ist schnell zu finden, es hat einen festen Platz. Auch Erinnungsstücke haben eine Berechtigung – ein bisschen Sentimentalität muss ja schließlich sein. Genau da wollen wir hin. Vielleicht haben Sie Lust die „Kondo-Sache“ auszuprobieren. Wichtig bei der Konmarie-Methode ist unter anderem nicht nach Orten, sondern Kategorien zu sortierten. Wir fangen bei den Socken an und nicht im Schlafzimmer. Das bringt schnelle Erfolgserlebnisse und das hilft, am Ball zu bleiben. Schnell soll es gehen. Entscheidungen, die wir zu lange aufschieben, werden nicht leichter. Ausmisten soll ein Event sein, kein Prozess. Anschauen, anfassen und entscheiden. So sind wir beim nächsten Punkt. Wenn wir uns dazu entscheiden, mit Konmarie Ordnung zu machen, gibt es langfristig nur Ja oder Nein.

Bei der Konmarie Methode wird nicht lange gefackelt

Die schöne Vase – mag ich sie? Nutze ich sie? Schaue ich Sie gerne an und freue mich darüber? Nein? Dann weg damit. Wenn wir sie in die Hand nehmen und unser Herz sich wirklich freut, darf sie bleiben. Um den ganzen Umfang richtig erkennen zu können, werden die sortierten Habseligkeiten „Stapeln“ zugeordnet – bleibt, macht noch jemand anderem Freude, wird entsorgt. Was keine Freude mehr bringt, muss gehen. Vielleicht kennen Sie jemanden, der sich darüber freut, können es spenden oder verkaufen? Hauptsache, es macht zeitnah Platz. Wer es ernst meint mit der Konmarie, berücksichtigt die Danksagungs-Idee von Marie Kondo zum Abschied der Dinge, die uns nicht mehr weiter begleiten werden: „Danke, es war schön mit Dir, aber nun ist nicht mehr Deine Zeit“. Klar, nicht jeder möchte mit aussortieren Schuhen oder Schüsseln reden. Ganz abwegig ist das aber trotzdem nicht. Mit den meisten Dingen, die uns umgeben, haben wir eine Geschichte. Dafür „Danke“ zu sagen und sich somit zu verabschieden, kann hilfreich sein. Besonders dann, wenn dem ein oder anderen die endgültige Trennung schwerer fällt als gedacht. Das kann zum Beispiel bei besonderen Erinnerungsstücken so sein. Diese gehören zum Leben und sollen natürlich im gewissen Rahmen bei uns bleiben. Hier zu entscheiden, was uns weiter auf unserem Weg begleiten soll, braucht mehr Zeit. Diese lieb gewonnenen Dinge kommen zuletzt an die Reihe. Dafür sollte Zeit sein. Was bleibt, bekommt einen besonderen Platz. So schaffen Sie Raum und richten den Blick auf die wirklich wichtigen Dinge. Das erleichtert, auch wenn man es sich im ersten Moment vielleicht nicht vorstellen kann. Ebenfalls bekannt in Verbindung mit dem Namen Marie Kondo ist das Falten von Kleidung. Für mich persönlich nicht geeigent, aber vielleicht für Ihren Schrank genau das Richtige. Meine Socken landen weiterhin als kleine Päckchen in der Inos Box in der Schublade im Schlafzimmer, natürlich nur die, die ich gerne anziehe.

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Marie Kondo hat das Aufräumen nicht neu erfunden. Aber ihr System macht Sinn und wenn man erstmal dabei ist, macht es richtig Spaß. Einen Lerneffekt hat es für den ein oder anderen eventuell auch. Sagen Sie gern „vielleicht“ oder „ich weiß nicht“? Dann üben Sie jetzt Kondo-like „ja“, und zwar bewußt. Was das nicht verdient, bleibt draußen. Das tut beim Aussortieren gut und auch in vielen anderen Situationen.

So werden auch offene Regale und kleine Schubladen wieder Ihr Freund. Minimalismus tut gut!

Regale, die zum Ordnung halten einladen, Ordnungshelfer wie zum Beispiel die Inos Boxen von Vitra und viele „Sahneteilchen“ wie zum Beispiel den oben abgebildeten HAL Wood vom Designer Jasper Morrison finden Sie in unserem Online Shop.

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