Das neue Vitra Schaudepot lädt ein

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Im neuen Vitra Schaudepot gibt es viel zu entdecken!

Wer schon mal bei Vitra in Weil am Rhein zu Gast war der weiß, das es auf dem großzügigen Gelände eine Menge zu entdecken gibt. Nun gibt es seit kurzem noch eine Attraktion mehr – das Vitra Schaudepot.

Vitra-Schaudepot-von-aussenBei Vitra in Weil am Rhein können Sie sehen, wie der Lounge Chair gefertigt wird, Sie können in aller Ruhe durch das Vitra Haus schlendern, die imposanten Gebäude verschiedener Designer bestaunen und die Wechselausstellungen auf sich wirken lassen. Neben all diesen, den Zuschauern bereits zugänglichen Attraktionen bei Vitra, gibt es aber noch mehr. Da ist zum Beispiel die Sammlung des Vitra Design Museum die zu den „Das neue Vitra Schaudepot lädt ein“ weiterlesen

Architektonische Perlenkette: Wir waren auf dem Vitra Campus

Wenn einer eine Reise tut

… dann tut das auch dem Leser gut. Wenn wir das einmal behaupten dürfen. Eine Reise kann neue Inspirationen und frische Impulse geben, und ein altes Sprichwort sagt ja nicht ganz zu unrecht: Reisen bildet. Uns hat die kleine Reise zum Vitra Campus in Weil am Rhein bei Basel in gewisser Weise auch gebildet, denn wir haben vorher nicht für möglich gehalten, welch beeindruckende körperliche Empfindungen die Architektur im Menschen auszulösen vermag. Dass der Vitra Campus eine architektonische Perlenkette ist, wirkt angesichts der sinnlichen Präsenz dieser Bauwerke fast schon wie eine Untertreibung.

Nach Ankunft auf dem Vitra Campus haben wir zunächst an der sozusagen am Wegesrand liegenden Tankstelle von Jean Prouvé Halt gemacht, derer nur noch vier Stück weltweit existieren. Eine Seltenheit, die man – so meinen wir – gesehen haben sollte.

Sodann sind wir zum Feuerwehrhaus von Zaha Hadid promeniert, dessen vorauseilender Ruf auch uns anzog. Dass Architektur mehr ist als nur Architektur – hier kann man es erleben. Wir fühlten uns wir auf einem schwankenden Schiff.

Kunstobjekte auf dem Vitra Campus 5

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Vitra Campus 6: Letzte Runde

Chronologische Reihenfolge bei bestem Wetter

Auch der schönste Urlaub neigt sich irgendwann seinem Ende entgegen – wenngleich unsere Reise nach Weil am Rhein doch dienstlicher Natur war, so war es dennoch eine wunderschöne Reise, an deren bleibenden Eindrücken wir Sie hier in unserem Blog in Text und Bild teilhaben lassen möchten. Vielleicht motiviert Sie unser kleiner Reisebericht dazu, selbst nach Weil aufzubrechen, um die architektonischen Meilensteine des Campus in Augenschein zu nehmen, als da beispielsweise wären die berühmte Tankstelle von Prouvé, das postmoderne Feuerwehrhaus von Zaha Hadid, das meditative Konferenzzentrum von Tadao Ando, die geodätische Kuppel von Richard B. Fuller, die individuellen und doch funktionalen Produktionshallen von Nicholas Grimshaw, Frank O. Gerhy, Álvaro Siza und SANAA.

Diese sechste Folge ist die letzte unseres Spaziergangs über den Vitra Campus in Weil am Rhein. In etwas geraffter Form  wollen wir mit Ihnen noch einmal den Blick auf drei der vielen Highlights werfen; zum Abschluss wären das die Balancing Tools von Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen, das Vitra Design Museum von Fank Gehry sowie das Vitra Haus von Herzog & de Meuron. Schreiten wir diese Ausstellungsstücke – ja, der Vitra Campus ist eine einzigartige Freiluftausstellung visionärer Architektur – also noch einmal in chronologischer Reihenfolge und bei bestem Wetter ab!

Kunstobjekte auf dem Vitra Campus 1

Überdimensioniertes zum 70. Geburtstag

Machen wir Halt bei den Balancing Tools, die Claes Oldenburg mit seiner Frau Coosje van „Vitra Campus 6: Letzte Runde“ weiterlesen

Vitra Campus Teil 5: Werkshallen als Kunstwerke

Unbedingt nachahmenswert

Wären wir Feuerspucker oder Schwertschlucker, so erfolgte an dieser Stelle der Hinweis, die dargebrachten Possen keinesfalls nachzuahmen – da dem aber nicht so ist, dürfen wir Ihnen mit ganzem Nachdruck unsere Begehung des Vitra Campus in Weil am Rhein, über die wir hier im Blog im Rahmen einer kleinen Abfolge von Artikeln Kunde geben wollen, zur Nachahmung ans Herz legen. Wählen Sie ein Wochenende mit schönem Wetter, damit Sie die ganze architektonische Pracht des Campus bei schönster Beleuchtung in Augenschein nehmen können. Denn Vitra ist beileibe nicht einfach nur eine renommierte Designschmiede, sondern auch ein architektonisches Projekt, das in seiner faszinierenden ästhetischen Vielschichtigkeit jederzeit einen Besuch wert ist.

Nachdem wir also der Tankstelle von Prouvé ansichtig geworden sind, uns der im wahrsten Sinne des Wortes schrägen und spürbar effektvollen Architektur von Zaha Hadid hingegeben haben, anschließend im kontemplativen Konferenzbau Tadao Andos wieder zu uns gekommen sind, um das Fullersche Zelt in Augenschein zu nehmen, wollen wir nun die Hallen betrachten, in denen gleichermaßen klassisch bewährtes wie progressiv zukunftsgewandtes Mobiliar gefertigt wird. Solche Werkshallen finden sich bei jedem produzierenden Unternehmen und alle eint eine Zweckmäßigkeit, die selten Rücksicht nimmt auf ästhetische Außenwirkung. Bei Vitra ist das anders. Vitra überlässt nichts dem Zufall. Und so sind hier auch vermeintlich unscheinbare Zweckbauten architektonische Höhepunkte, im Fall der Werkshallen erschaffen von Nicholas Grimshaw, Frank O. Gerhy, Álvaro Siza und SANAA.

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Neuanfang mit Ehrenmitglied

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Vitra Campus Teil 4: Fuller lädt ins Zelt

Großes Zelt, große Anrichte

Wann haben Sie das letzte Mal gezeltet? Wir heißen Sie heute zu unserem vierten Teil über die architektonischen Höhepunkte des Vitra Campus´ in Weil am Rhein bei Basel willkommen und möchten Sie nach der Tankstelle von Jean Prouvé, dem Feuerwehrhaus von Zaha Hadid und dem Konferenzpavillon von Tadao Ando dazu einladen, ein Zelt zu betreten. Denn auch ein solches findet sich auf dem Staunen machenden Vitra Campus in Weil, den wir mit unserer kleinen Serie unseren Lesern und Kunden näherbringen möchten, um zu zeigen, dass Vitra nicht einfach nur ein Hersteller exzellenter Möbel ist, sondern auch ein architektonisches Projekt von weltweiter Anziehungskraft. Wir haben an schönen, sonnigen Wintertagen den Vitra Campus besucht, und vielleicht wecken unsere unregelmäßig erscheinenden Beiträge auch in Ihnen die Lust, nach Weil zu reisen. Es lohnt sich!

Nun, kehren wir also dem beeindruckenden Ando-Bau den Rücken und begeben wir uns nach Westen. Dort sehen wir eine weiße Kuppel, die von einem geometrischen Gestänge gehalten wird. Die Kuppel nimmt ob ihrer auffällig runden Form eine Sonderstellung auf dem Vitra Campus ein – denn ein Gebäude ist sie im strengen Sinne nicht. Tatsächlich sehen wir hier ein Zelt vor uns. Es ist der Dome. Der Dome ist eine Zeltkonstruktion des amerikanischen Architekten Richard B. Fuller, die mit naturfarbenen Holzbohlen ausgelegt ist und deren einziger Einrichtungsgegenstand am Tage unseres Besuches in einer langen, geschwungenen Anrichte bestand. Der Dome ist nicht beheizt, weshalb sich Außen- und Innentemperatur die Waage halten – allein die Sonnenstrahlung vermag, den Innenraum ein wenig aufzuwärmen.
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Vitra Campus Teil 3: Von der Schönheit des Betons

Muße lohnt sich!

Beton ist wunderschön! Wer andere Meinung ist, darf sich von uns eingeladen fühlen, in unserem heutigen Beitrag unserer Serie zum Vitra Campus seine Überzeugung auf den Prüfstand zu stellen. Wie Sie vielleicht mitgelesen haben, befinden wir uns immer noch bei schönstem winterlichen Sonnenschein in Weil am Rhein, um die dortigen architektonischen Höhepunkte in Bild und Text zu dokumentieren. Wir haben zu Beginn unseres kleinen, in loser Folge erscheinenden Architekturexkurses Halt gemacht an der bunten Tankstelle von Jean Prouvé, sind dann schnurstracks der Straße hinab gefolgt zum Feuerwehrhaus von Zaha Hadid und gehen nun diesen Weg wieder zurück, um den Konferenzpavillion von Tadao Ando in Augenschein zu nehmen, der nahe des Haupteingangs liegt und ob seiner höchst eigenwilligen Architektur allzu schnell übersehen werden kann. Muße lohnt also, für den Vitra Campus!

Der Konferenzpavillon macht sich zunächst nur durch eine rechtwinklige Betonmauer bemerkbar, die wie ein landschaftliches Gliederungselement verschiedene Achsen andeutet. Ohne den Pavillon betreten zu haben, werden wir an dieser Mauer drei der wichtigsten architekturästhetischen Prinzipien Andos ansichtig: Erstens das Spiel mit geometrischen Formen, zweitens die Verwendung von unverkleidetem Sichtbeton und drittens ein konsequenter Reduktionismus, der ein Gebäude radikal auf seine Grundstrukturen reduziert und völlig auf Dekorationselemente verzichtet. Die Gebäude von Tadao Ando brauchen keine Dekoration, weil sie selbst schon Dekoration sind – und zwar der sie umgebenden Landschaft. Und das ist der Grund, warum der Bau von Ando übersehen werden kann: Der Konferenzpavillon fügt sich mit beeindruckender Eleganz in den flachen Vitra Campus ein, denn nur ein Teil des Gebäudes liegt tatsächlich zu ebener Erde. Die Haupträume des Gebäudes befinden sich unterhalb der Grasnarbe, ohne aber darin befindlichen Personen den Eindruck zu vermitteln, sie befänden sich in einem dunklen Tiefgeschoss.

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Vitra Campus 2: Ein Betonschiff für die Feuerwehr

Die bekannteste Feuerwache der Welt?

Was ist das schönste Feuerwehrhaus, das Sie kennen? Nun ja. Feuerwehrhäuser kennen wir als pragmatische Zweckbauten ohne weiteren ästhetischen Anspruch. Ein flache Fahrzeughalle und ein schmuckloser, höchstens zweigeschossiger Anbau für die Mannschaftsräume. Feuerwehrhäuser sind zumeist von einer architektonischen Ausdrucklosigkeit, derentwegen sie uns nicht länger in der Erinnerung bleiben. Oder haben Sie das Bild der Feuerwache Ihres Wohnortes oder der nächstgelegenen Stadt im Kopf? Wahrscheinlich nicht – und uns, so geben wir unumwunden zu, geht es genauso. Wir alle haben aber meist ein Bild eines Rathauses, eines Fernsehturms, eines Einkaufszentrums, Museums-, Unternehmens- oder Behördengebäudes im Kopf.

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Vitra Campus 1: Kleine Tankstelle, große Wirkung

Impressionen einer architektonischen Perlenkette

Vitra. Nicht einfach nur ein Name, nicht einfach nur irgendeine Firma. Nein, Vitra ist eine Institution, ein fortlaufendes architektonisches, kulturelles und selbstverständlich auch unternehmerisches Projekt. Doch soll es in diesem Beitrag nicht – wie man meinen könnte – um das vielgerühmte Mobiliar dieser nicht weniger gerühmten Firma gehen, nein, wir möchten Ihnen in loser Folge einige der vielfältigen architektonischen Facetten des Vitra Campus in Weil am Rhein bei Basel vorstellen.

Am Anfang war das Feuer. Nachdem 1981 ein Großbrand das Gros der Vitra-Produktionsgebäude zerstörte, ist auf dem Firmengelände ein heterogenes Ensemble zeitgenössischer Architektur entstanden. Vitra produziert seit 1950 in Weil – die Geburtsstunde des Campus ist aber besagte Brandkatastrophe. An nur wenigen Orten der Welt kumulieren derart viele Bauwerke der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts zu einem einzigartigen Architekturpark als hier in Weil. Könnten die Baustile differenter kaum sein, so fügt sich doch jedes einzelne davon in das große Ganze des Vitra Campus, dessen architektonische Erscheinung und landschaftsästhetische Wirkung viel mehr ist als bloß die Summe seiner Teile.

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